Bereits am Sonntag begann der Besuch mit der Ankunft am Bahnhof und einem ersten gemeinsamen Stadtrundgang durch Oldenburg. In den folgenden Tagen stand ein vielseitiges Programm auf dem Plan. Die Gäste lernten die BBS Wechloy kennen, tauschten sich mit angehenden Asienkaufleuten aus und besuchten mehrere regionale Ausbildungsunternehmen.
Bei Sonepar Deutschland, friesenfeld, Vierol und G.U.T Brötje Handel erhielten die chinesischen Gäste Einblicke in betriebliche Abläufe und Strukturen. Dabei standen unter anderem Unternehmenspräsentationen, Lagerbesichtigungen und Testfahrten im Formel-1-Simulator auf dem Programm. Besonders bemerkenswert war, dass die Besuche von den Auszubildenden der jeweiligen Unternehmen eigenständig organisiert und begleitet wurden. So wurde deutlich, wie praxisnah Ausbildung gestaltet werden kann und welche Verantwortung Auszubildende bereits übernehmen.
Ein Schwerpunkt der Woche lag auf dem gemeinsamen Arbeiten und Lernen mit den Schülerinnen und Schülern der Asien-Zusatzqualifikation. Im schuleigenen Sprachcenter konnten die Teilnehmenden mithilfe von VR-Brillen ihre Deutsch- und Chinesischkenntnisse praktisch erproben. Interkulturelle Trainings, darunter ein Bingo zu Essgewohnheiten, ein Speeddating-Format und kreative Aufgaben zur Kulturerkundung, sorgten für viele persönliche Begegnungen und intensive Gespräche.
Auch gemeinsame Erlebnisse außerhalb des Unterrichts gehörten dazu. Die Gäste probierten typische deutsche Spezialitäten wie Schweinshaxe, Spargel und verschiedene Brotsorten. Am Freitag ging es gemeinsam in den Kletterpark Conneforde, wo Teamarbeit und Vertrauen im Mittelpunkt standen. Die Maßnahme wurde durch das Bildungsnetzwerk China gefördert.
Ein besonderer Abschluss war die letzte Nacht in den Familien der angehenden Asienkaufleute. Dadurch erhielten die Gäste persönliche Einblicke in den Alltag in Deutschland. Nach der Woche in Oldenburg reiste die Gruppe weiter nach Berlin, bevor sie die Heimreise antrat.
Für die BBS Wechloy zeigt der Besuch, der von der Stadt Oldenburg unterstützt wurde, welchen Wert internationale Begegnungen für berufliches Lernen, Sprachpraxis und interkulturelle Verständigung haben. Die neu entstandenen Kontakte sollen beim geplanten Gegenbesuch in China weiter vertieft werden.