Wir wollen eine Schule leben,

die offen, freundlich, entwicklungsfähig

und partnerschaftlich ist.

Wir stellen die fachliche Ausbildung

und die persönliche Entwicklung

der Schülerin/des Schülers in

den Mittelpunkt unserer Arbeit.

Wir legen Wert auf verantwortliches

Handeln, Toleranz und Fairness.

Wir wollen unsere Schülerinnen und Schüler

befähigen, Verantwortung im Lernen und

Handeln für sich und andere zu übernehmen.

„Schön, dass du da bist“: Adventsgottesdienst lädt zum Verweilen ein

Mit einem stillen und sehr persönlichen Adventsgottesdienst sind die Berufsbildenden Schulen Wechloy am 11. Dezember in den Tag gestartet. Unter dem Titel „Sicherheit und Vertrauen“ kamen Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte zusammen, um inmitten des vollen Schulalltags Momente der Ruhe, Achtsamkeit und Gemeinschaft zu erleben. 

Zu Beginn waren alle eingeladen, erst einmal wirklich anzukommen: bewusst zu atmen, die Augen zu schließen, den eigenen Körper wahrzunehmen – und schließlich mit einem Lächeln den Sitznachbarn oder die Sitznachbarin anzuschauen und zu sagen: „Schön, dass du da bist!“ So entstand schon in den ersten Minuten eine Atmosphäre der Zugewandtheit und Wertschätzung. 

Im Zentrum des Gottesdienstes standen die Fragen: Was gibt mir Halt? Wo erlebe ich Sicherheit? Worauf kann ich vertrauen? Jede und jeder erhielt einen kleinen Stein in die Hand. Er symbolisiert, was im Leben trägt – schlicht, unscheinbar und doch spürbar. Während eines emotionalen Klavierstücks, gespielt von Marvin Hansen aus der AK2B, konnten die Schülerinnen und Schüler ihren Gedanken nachgehen und den Stein als Zeichen für ihren ganz persönlichen Halt verstehen. 

Die Kurse Religion sowie Werte und Normen der Fachoberschule Klasse 12 hatten den Gottesdienst inhaltlich mitgestaltet. In meditativen Texten wurde deutlich, wie wichtig „Orte des Verweilens“ sind – Räume, in denen Menschen Sicherheit, Vertrauen und Wertschätzung erfahren und in denen ein positives, zugewandtes Mindset wachsen kann. Dabei blieb der Blick nicht bei der eigenen Schule stehen: Auch die Unsicherheiten und Bedrohungen in der Welt, etwa durch Kriege und Konflikte, wurden benannt. 

Musikalisch wurde der Gottesdienst von Gesang, Gitarrenbegleitung und Klavier geprägt. Anknüpfend an das Lied „Make You Feel My Love“ von Bob Dylan wurde die Zusage von Liebe, Vertrauen und Fürsorge in den Mittelpunkt gestellt: Es gibt nichts, was ich nicht tun würde, damit du meine Liebe fühlen kannst. 

„Unsere Schülerinnen und Schüler erleben jeden Tag, wie unsicher die Welt geworden ist – umso wichtiger ist es, dass Schule ein Ort ist, der zum Verweilen einlädt“, betont Maike Saß als Fachgruppenleitung Religion/Werte und Normen. „Wenn wir einander mit einem Lächeln begegnen, einander zuhören und ernst nehmen, dann wachsen Vertrauen und Mut. Genau das wollten wir mit diesem Adventsgottesdienst spürbar machen.“

Der Adventsgottesdienst hat gezeigt, dass Schule mehr sein kann als ein Lernort: ein Raum, in dem Menschen Halt finden, aufatmen und neue Zuversicht schöpfen. Mit dem Bild des Steins in der Hand und dem Gedanken „Was ist, darf sein – und was sein darf, verändert sich“ gingen die Schülerinnen und Schüler zurück in ihren Alltag – im Gepäck die Erfahrung, dass sie nicht allein unterwegs sind.