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Wir wollen eine Schule leben,

die offen, freundlich, entwicklungsfähig

und partnerschaftlich ist.

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Wir stellen die fachliche Ausbildung

und die persönliche Entwicklung

der Schülerin/des Schülers in

den Mittelpunkt unserer Arbeit.

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Wir legen Wert auf verantwortliches

Handeln, Toleranz und Fairness.

Wir wollen unsere Schülerinnen und Schüler

befähigen, Verantwortung im Lernen und

Handeln für sich und andere zu übernehmen.

Abschied mit einem lachenden und einem weinenden Auge

Mit großer Wertschätzung, vielen persönlichen Worten und berührenden Momenten wurden heute Ute Karstens und Roland Zschornack in den wohl verdienten Ruhestand verabschiedet.

Kerstin Siemer eröffnete stellvertretend für den Personalrat die Verabschiedung mit Worten, die den Nachmittag treffend zusammenfassten: Bei Ute Karstens und Roland Zschornack habe es nie ein „Das geht nicht“ gegeben. Genau das zeichne beide aus.

Ute Karstens blickt auf einen vielseitigen beruflichen Weg zurück, der in Oldenburg begann. Nach Studium und Referendariat an der BBS Haarentor führte der Weg zunächst über das BNW in Sögel und das BBZ Brake mit Einsatzort Nordenham, bevor sie an die BBS Wechloy kam. Dort prägte Ute Karstens über viele Jahre besonders den Bildungsgang Bank sowie die Lagerlogistik. Auch im internationalen Team für Malta engagierte sich Ute Karstens von Beginn an mit großer Verlässlichkeit und Professionalität. Hinzu kam die langjährige Leitung der Fachgruppe Religion/Werte und Normen.

Bei der Verabschiedung wurde besonders deutlich, wie sehr Ute Karstens durch Zugewandtheit, Ruhe und echtes Interesse an den Schülerinnen und Schülern geprägt hat. Es wurde hervorgehoben, dass Ute Karstens immer an den Lernenden interessiert gewesen sei und stets ein offenes Ohr gehabt habe. Auch die Fachgruppe Religion/Werte und Normen fand sehr persönliche Worte: Bei Ute Karstens sei es nie nur um Bibelstellen und Arbeitsblätter gegangen, sondern vor allem ums Zuhören. Gewünscht wurde ihr ein achtsames Leben, auch wenn der Ruhestand aufgrund anstehender Reisen vermutlich eher ein „Unruhestand“ werde. Ein besonderer Schwerpunkt im Wirken von Ute Karstens war das internationale Engagement. Das Team beschrieb Ute Karstens als bestens vorbereitet, professionell und mit „Herz und Engagement“ dabei. Dass diese Verbindung weit über Oldenburg hinausreicht, zeigte ein Video aus Malta mit Grüßen von Inlingua, Schülerinnen und Schülern sowie Kolleginnen und Kollegen.

Auch Schulleiter Oliver Pundt würdigte Ute Karstens als eine Kollegin, die immer „unaufgeregt“ gewirkt habe. Besonders hob er ihr Engagement für die Advents- und Weihnachtsgottesdienste hervor. Diese seien für ihn einige der schönsten Momente an der Schule gewesen: unter anderem, weil man die Hingabe von Ute Karstens für dieses Thema gespürt habe.

In den eigenen “berühmten letzten Worten” von Ute Karstens wurde deutlich, wie besonders dieser Moment war. Nach genau 20 Jahren an den BBS Wechloy sei nun ein guter Zeitpunkt gekommen, zu gehen, mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Sie zeigte sich sehr gerührt und betonte, dass das Unterrichten, die Schülerinnen und Schüler, die Kolleginnen und Kollegen, das Internationale und die besonderen Adventsgottesdienste fehlen werden. Gleichzeitig freue sie sich auf eine neue Freiheit: „Nie wieder Wecker stellen“! Alle wüssten schließlich, dass Ute Karstens kein „early bird“ sei. Nie wieder „du musst“, nie wieder korrigieren, einfach in den Tag hineinleben: Auch das gehört nun zum neuen Lebensabschnitt.

Auch Roland Zschornack blickt auf einen besonderen Weg an der BBS Wechloy zurück. Als Quereinsteiger kam er in den Schuldienst, absolvierte das Referendariat an den BBS Haarentor und am Studienseminar Oldenburg und war anschließend zunächst in Helmstedt tätig. Zur Eröffnung der BBS Wechloy kam Roland Zschornack an die Schule und gehörte damit zu den Kolleginnen und Kollegen, die die Entwicklung der BBS Wechloy von Beginn an miterlebt und mitgestaltet haben. Eingesetzt war er vor allem in den beruflichen Bildungsgängen des Groß- und Außenhandels, der Spedition, bei den damaligen Handelsfachpackern und Werbekaufleuten sowie bei den Automobilkaufleuten. 

Bei der Verabschiedung standen besonders Humor, Haltung, Nachhaltigkeit und sein besonderer Blick für Menschen und Momente im Mittelpunkt. Viele Kolleginnen und Kollegen erinnerten daran, dass Roland Zschornack mit seiner Kamera unzählige Momente des Schullebens festgehalten hat. Passend dazu hieß es aus dem Bereich Groß- und Außenhandel: Überall seien Fotografien von Roland Zschornack zu finden und kaum jemand habe so große Fußstapfen an der Schule hinterlassen wie er.

Eine Wortwolke von Schülerinnen und Schülern zeigte, wie Roland Zschornack wahrgenommen wurde: authentisch, humorvoll, kompetent, old school, mit gutem Humor, lustigen Kahoots und vielen schulischen Insider-Erinnerungen. Dass er selbst bei der Verabschiedung nicht sich, sondern andere in den Mittelpunkt stellte, zeigte sich an einem besonderen Wunsch: Statt eines persönlichen Geschenks bat Roland Zschornack um eine Spende für das Hospiz in Oldenburg. „Das zeigt mal wieder, dir ist alles andere wichtiger“, hieß es dazu sehr treffend.

Auch das Thema Nachhaltigkeit wurde in der Verabschiedung gewürdigt. Roland Zschornack habe dieses Thema an der BBS Wechloy immer wieder mit Nachdruck, Überzeugung und Herz vorangebracht. Passend dazu wurde vom Kollegium unter anderem ein eigenes Zertifikat zum Energiescout überreicht. Außerdem war Roland Zschornack als Teamkapitän beim Stadtradeln aktiv und brachte auch dort Engagement und Überzeugung zusammen.

Schulleiter Oliver Pundt erinnerte daran, dass Roland Zschornack nach mehreren Versetzungsanträgen schließlich als Gründungsmitglied an die BBS Wechloy gekommen sei. Roland Zschornack sei ein „Mensch mit einem besonderen Blick, einem Blick, der eine Meinung habe". Im Kollegium genieße er eine sehr hohe Wertschätzung. Wenn etwas gut werden sollte, habe es oft geheißen: Roland Zschornack fragen. Oliver Pundt dankte Roland Zschornack für das große Engagement, das immer wieder Themen angestoßen habe, “nachhaltig, klar und von Herzen”.

In den eigenen Abschiedsworten wurde spürbar, wie eng Roland Zschornack mit den BBS Wechloy verbunden war. „25 Jahre meine Schule“, sagte er. Eine Schule, mit der er alt geworden sei. Roland Zschornack bedankte sich für „meine Schule: bunt, voller Leben, Spaß und Freude". Zugleich sprach er ehrlich aus, dass er und die Schule sich  in den letzten Jahren auch ein Stück entfremdet hätten. Was bleibe, seien jedoch jede Menge schöne Erinnerungen und viele Menschen, die diesen Weg geprägt haben.

Am Ende standen Dankbarkeit, Applaus und zwei Persönlichkeiten, die die BBS Wechloy auf ihre jeweils ganz eigene Weise mitgestaltet haben: Ute Karstens mit Zugewandtheit, Ruhe, internationalem Engagement und einem offenen Ohr für Menschen; Roland Zschornack mit Humor, Haltung, Nachhaltigkeit und einem besonderen Blick auf Menschen und Schule.

Die letzten Worte des Tages gehörten schließlich Roland Zschornack: kurz, typisch und unvergesslich: „Ich bin raus.“