Wir wollen eine Schule leben,

die offen, freundlich, entwicklungsfähig

und partnerschaftlich ist.

Wir stellen die fachliche Ausbildung

und die persönliche Entwicklung

der Schülerin/des Schülers in

den Mittelpunkt unserer Arbeit.

Wir legen Wert auf verantwortliches

Handeln, Toleranz und Fairness.

Wir wollen unsere Schülerinnen und Schüler

befähigen, Verantwortung im Lernen und

Handeln für sich und andere zu übernehmen.

Schülern öffnet sich Blick auf Südafrika

Die NWZ berichtete in ihrer Ausgabe vom 01. März 2018 ausführlich über den Südafrika-Austausch.

OldenburgTalke (23) und Hauke (20) sind aus Südafrika zurück. Mit sechs Mitschülern und -schülerinnen aus allen Bereichen der BBS Wechloy haben sie drei Wochen in den Familien ihrer Partnerschüler an der Lawson Brown High School in Port Elizabeth verbracht. Südafrika, das klingt für eine Schüler-Studienfahrt schon ziemlich weit und exotisch – und das ist es auch: weit und exotisch und lehrreich. Talke sagt: „Als Tourist wird man das nie so intensiv erleben. Dieser direkte Kontakt mit den Menschen dort, die sich dazu noch total für uns interessiert haben.“

Aber auch der Kontrast des eher einfachen Lebens dort zum Leben in Deutschland hat die Schüler gelehrt, das Eigene wieder mehr zu schätzen. Denn von Dusche bis WLAN: nicht selten Fehlanzeige. „Und selbst für das Wenige, was sie haben, müssen die Menschen sehr hart arbeiten“, sagt Hauke.

Die Lawson Brown High School wird fast ausschließlich von schwarzen und dunkelhäutigen Schülern besucht, nicht wenige von ihnen aus den Townships. Sie gehört zu den 20 besten Schulen in Port Elizabeth. Die Schüler übernehmen viel Verantwortung, damit die Schule läuft. „Disziplin steht dabei an erster Stelle“, sagt Talke.

Zur Annäherung an die fremde Kultur, „die sich durch den eigenen Alltag dort gar nicht mehr so fremd anfühlte“, sagt Hauke, gehörte „neben der guten Atmosphäre zwischen uns allen und der unbeschreiblichen Gastfreundschaft“, einer gemeinsamen Wanderung auf den Tafelberg, der Fahrt zum Kap der Guten Hoffnung, Safari und Museen die Beschäftigung mit der südafrikanischen Geschichte. „Wir waren zum Beispiel auf der ehemaligen Gefängnisinsel Robben Island vor Kapstadt, wo auch Nelson Mandela mit anderen politischen Gefangenen 18 seiner 27 Gefängnisjahre in einer Vier-Quadratmeter-Zelle saß. Ein ehemaliger Häftling, der dort sieben Jahre war, hat uns alles gezeigt. Das ist uns allen sehr nahe gegangen.“ Die Diskriminierung in der Apartheid „wurde plötzlich wieder ganz lebendig, das war schon hart zu verdauen“.

Aus Sicherheitsgründen bleiben die Familien spätestens ab 19 Uhr, wenn es dunkel wird, zu Hause. „Dafür besuchen sich die Familien in dieser Zeit viel stärker als bei uns, der familiäre Zusammenhalt dort ist viel enger“, hat Hauke beobachtet.

Dass sie mitgefahren sind, haben die BBS-Schüler, die für die drei Wochen mit Flug 1500 Euro gespart hatten, keine Sekunde bereut. „Natürlich ist das kein Urlaub, man muss sich richtig darauf einlassen, aber dann ist das eine tolle Erfahrung. Ich empfehle allen Schülern hier an der BBS, diese Chance einmal zu nutzen“, sagt Talke.

Dass die BBS Wechloy solch eine lebendige Partnerschaft hat, „verdanken wir zuerst mal Petra Schwarzer, die das 2013 angestoßen hat“, sagt Tatjana Labohm, die das Projekt mit viel Herzblut weiterführt und mit den Schülern im Winter auch eine Benefiz-Aktion ins Leben gerufen hatte: für Schüler einer weiteren Schule dort, der Cowan High School, die Unterstützung gut gebrauchen können. Dass die Reise sich gelohnt hat, ist für Tatjana Labohm sonnenklar: „Dieser Austausch bedeutet für die Schüler auf jeden Fall einen Schritt nach vorn zu machen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung. Das sind Erfahrungen, die sie ihr Leben lang nicht vergessen werden.“

Hier geht es zum Bericht in der NWZ

Glücklich, mitgefahren zu sein – hier auf Robben Island (v.li.): Hauke Beckmann, Tatjana Labohm, Evelyn Bobrink, Emilie Hillers, Talke Mansholt, Carina Henkel, Malcolm Fuchs, Thomas Bretz und Sabrina Schinke von der BBS Wechloy.