Wir wollen eine Schule leben,

die offen, freundlich, entwicklungsfähig

und partnerschaftlich ist.

Wir stellen die fachliche Ausbildung

und die persönliche Entwicklung

der Schülerin/des Schülers in

den Mittelpunkt unserer Arbeit.

Wir legen Wert auf verantwortliches

Handeln, Toleranz und Fairness.

Wir wollen unsere Schülerinnen und Schüler

befähigen, Verantwortung im Lernen und

Handeln für sich und andere zu übernehmen.

Klassenfahrt nach Hamburg – Containerterminal und Speicherstadt

Die Klassenfahrt der Groß- und Außenhandelsklassen KA1C und KA2S begann am ZOB in Oldenburg. Nach Prüfen der Vollzähligkeit der Klassen sind wir mit dem Zug nach Hamburg gefahren, angekommen sind wir gegen 10:30 Uhr. Wir haben uns nach einer kurzen Pause dann direkt auf dem Weg zur U-Bahn gemacht um zum Hafen zu gelangen. Dort begann um 11:30 Uhr die Hafenrundfahrt von Hamburg Hafen Marketing mit Frau Heike Wegner als Tourguide.

Frau Wegner informierte uns, dass die Größe des Hafens etwa einem Zehntel der gesamten Stadtfläche entspricht. Dementsprechend gibt es in der Stadt Probleme mit Lärm und CO2 und auch die Infrastruktur der Stadt ist durch den Hafen belastet. Die Umweltschädlichkeit wird dadurch reduziert, dass die Schiffe in küstennahen Bereichen nicht Schweröl sondern Diesel als Brennstoff nutzen sollen. Die Hafenorganisation von Hamburg ist angelehnt an das Hafenmodell „Landlord Port“, das in Nordeuropa häufig verwendet wird. Dabei fungiert die Hafenverwaltung als Eigentümer der Hafenflächen und der Infrastruktur, während die Hafendienste an private Unternehmen abgegeben werden. Diese Unternehmen pachten dann die Infrastrukturen und stellen und betreiben ihre eigene Suprastruktur einschließlich der Gebäude. Der Umschlag der Güter in Hamburg besteht zu fast 98% aus Containerware, die restlichen 2% sind Stückgüter, die nicht in Container passten und für die extra Holzkisten für den Transport gefertigt werden.

Abgelegt haben wir dann in der Speicherstadt. Die Hauptkirche St. Michaelis, kurz auch Michel, konnte man hinter den Häusern erblicken und etwas weiter sah man auch die Elbphilharmonie, die mit der langen Bauzeit von 9 Jahren 2016 fertiggestellt wurde und seitdem eine attraktive Sehenswürdigkeit Hamburgs ist. Als nächstes haben wir das Altona-Terminal gesehen, an dem Kreuzfahrtschiffe anliegen. Weitere Kreuzfahrt-Terminals sind das Hafen-City- und das Steinwerder-Terminal. Dann sind wir an einem Auto-Terminal vorbei gekommen. Dort lag ein Autotransporter, der sich durch eine kartonartige Form auszeichnet. Die Decks sind aufgrund der Höhe der PKW’s ziemlich niedrig, damit man so viele Autos wie möglich transportieren kann. Von innen sieht dieser Transporter aus wie ein Parkhaus. In diesen Autotransporter passen bis zu 8.500 Autos. Auf der Elbe haben wir auch ein Containertaxi fahren sehen. Diese bringen Container von Terminal zu Terminal, um den weiteren Transport mit dem LKW möglich zu machen, oder von Terminal zu Lager, um die Container erstmal zu zwischenzulagern. Der Zweck des Containertaxis ist die Entlastung der Straßen.

Als Nächstes sind wir in den zweitältesten Hafenteil gefahren. Hier gab es früher Probleme mit der Kapazität der Terminals. Dadurch, dass die Containerschiffe immer größer werden, tragen sie auch mehr Ladung, die an Land (kurzfristig) einen Stellplatz finden muss. Aktuell werden bis zu 15.000 Container umgeschlagen. Diese werden an Land gelagert und dann an weitere Verkehrsmittel weiterverteilt. Die Cap San Diego, die wir während der Rundfahrt ebenfalls sehen konnten, hat ihren Liegeplatz an der Überseebrücke in Hamburg. Sie ist das größte, fahrtüchtige Museums-Frachtschiff der Welt. Sie legt mehrmals im Jahr für Museumsfahrten oder zum Hamburger Hafengeburtstag ab. Dann sind wir bei den St. Pauli-Landungsbrücken vorbeigefahren. Sie sind eine große Anlegestelle für Fahrgastschiffe. Interessant war, dass im Jahr 1850 fünf Millionen deutsche Flüchtlinge von dort aus weg wollten, da die damaligen Bedingungen so schlecht waren.

Die Blohm+Voss Schiffswerft haben wir danach gesehen. Sie ist eine Werft, die nach der Werftenkrise in den 80er Jahren übrig geblieben und auf Umbauten und Reparaturen spezialisiert ist. Aktuell wird dort die Yacht Eclipse von dem russischen Milliardär Roman Abramowitsch umgebaut, die mit einer Länge von etwa 162m aktuell die zweitlängste Mega-Yacht der Welt ist. Eine Besonderheit im Hamburger Hafen ist der Container-Terminal Altenwerder. Damit dieser 2002 eröffnet werden konnte, wurde sogar das Dorf umgesiedelt. Das einzige, was dort noch steht, ist die alte Kirche. Das Terminal ist fast voll automatisiert und braucht weitaus weniger Personal als die anderen Terminals. Die obere Laufkatze nimmt den Container vom Schiff auf eine Palette und die untere Laufkatze bringt diesen in einen der Lagerblöcke, von denen sie dann weitertransportiert werden können. Zuletzt haben wir noch das Leercontainerlager, das auch einen Reparaturservice für Container hat, und die Ever Golden gesehen. Die Ever Golden kann ca. 20.000 Container transportieren und ist mit etwa 400m ein großes Containerschiff.

Im Anschluss an die Hafenrundfahrt hatten wir eine Pause von etwa zwei Stunden, in der wir zu Mittag essen und uns die Beine vertreten konnten. Danach haben wir uns um 15:30 Uhr bei dem Speicherstadtmuseum getroffen. Dort hatten wir eine interessante Führung, die das Arbeiten der Quartiersleute (Lagerhalter) thematisierte.

Nach dem Besuch des Museums mussten wir wieder schnell mit der U-Bahn zum Bahnhof um unseren Zug nach Bremen zu bekommen, um von da aus zurück nach Oldenburg zu fahren. Gegen 19:25 Uhr sind wir in Oldenburg angekommen und die Klassenfahrt war beendet.