Wir wollen eine Schule leben,

die offen, freundlich, entwicklungsfähig

und partnerschaftlich ist.

Wir stellen die fachliche Ausbildung

und die persönliche Entwicklung

der Schülerin/des Schülers in

den Mittelpunkt unserer Arbeit.

Wir legen Wert auf verantwortliches

Handeln, Toleranz und Fairness.

Wir wollen unsere Schülerinnen und Schüler

befähigen, Verantwortung im Lernen und

Handeln für sich und andere zu übernehmen.

Freunde aus Port Elizabeth und La Spezia gefunden

Eine große Abschiedsfeier hat die BBS Wechloy für mehr als 100 Austauschgäste aus Port Elizabeth (Südafrika) und La Spezia (Italien) organisiert. Auch eine chinesische Delegation mit zwölf Schulleitern aus der Partnerstadt Xi’an nahm daran teil.

Die NWZ berichtet in ihrer heutigen Ausgabe:

Freunde aus Port Elizabeth und La Spezia gefunden

Von Karsten Röhr

„Bei all den schönen, gemeinsamen Erlebnissen war es nicht verwunderlich, dass uns allen der Abschied schwer fiel“, sagt BBS-Lehrerin und Südafrika-Projektkoordinatorin Tatjana Labohm. Höhepunkt der Abschlussgrillfeier in der Schule waren „die öffentlich vorgetragenen, herzzerreißenden Dankesreden der südafrikanischen Austauschschüler an die Gastfamilien“, sagt die Lehrerin. „Tränen, lange Umarmungen und das Abschlussfoto zeigten deutlich, dass intensive Kontakte, ja sogar tiefgehende Freundschaften entstanden sind.“ Die italienischen Gäste trugen Präsentationen über ihre Praktikumsbetriebe vor.

Beteiligung „ein Privileg“

Drei Wochen hatten die Gäste aus Südafrika hier verbracht – neun Schüler und zwei Lehrkräfte. Das erfolgreiche Austauschprojekt existiert seit sechs Jahren.

Eine wichtige Rolle spielt dabei die zweijährige bilinguale Fachoberschule Wirtschaft mit internationaler Ausrichtung. Südafrikanische Gäste werden in den Unterricht integriert und machen Projekte mit den BBS-Schülern. Das Programm neben der Schule reicht von Betriebsbesichtigungen wie in der Edeka Minden-Hannover Logistik-Service GmbH bis zu Groningen- und Berlin-Fahrten.

Für Max Kretschmann aus der FW12E der Fachoberschule Europa ist die Beteiligung an einem solchen Austausch ein „Privileg“. Vom ersten Kontakt an sei klar gewesen, „dass das sehr lustige, aufschlussreiche und einzigartige Wochen werden“ können – und so sei es dann auch gekommen. Anton von Helden, der ebenfalls die FW12E besucht, sagte: „Uns, als international ausgerichtete Klasse, hat es natürlich besonders gefreut, dass wir die Möglichkeit bekommen haben, uns mit Gleichaltrigen aus einer anderen Kultur auszutauschen. Wir haben uns gegenseitig alle sehr schnell ins Herz geschlossen.“

„Anderes Temperament“

Vor allem die Projektfahrt nach Groningen sei toll gewesen, um sich fernab vom Schulalltag noch besser kennenzulernen. „Die Jungs und Mädchen haben mit ihrem anderen kulturellen Temperament immer für etwas mehr Schwung und gute Laune gesorgt. Man hat einfach gemerkt, dass es allen Spaß gemacht hat.“

Über seine Eindrücke als Gastvater sagt Stephan Günther, der mit seiner Familie eine Südafrikanerin beherbergte: „Es war eine große Bereicherung, Camden bei uns gehabt zu haben. Sie war so unkompliziert. Wir haben viel von ihr über das Schulsystem und das Leben in Südafrika erfahren. Wir bieten uns gerne wieder als Gasteltern an.“

Bei solch einem Austausch können dauerhafte Freundschaften entstehen, sagt Carina Henkel, ehemalige Schülerin der BBS Wechloy. Sie hat für den dreiwöchigen Aufenthalt der Südafrikaner Urlaub in ihrem Betrieb genommen, um hier ihre südafrikanische Freundin Tarren begleiten zu können. Über ihre Zeit als BBS-Schülerin in Südafrika sagt sie: „Ich hätte anfangs nicht erwartet, dass mich diese Reise so bereichern wird. Ich habe Erfahrungen fürs Leben gesammelt, gelernt mit neuen und ungewohnten Situationen umzugehen und einfach mal das Leben außerhalb der Komfortzone zu genießen.“ Als Tourist würde man das Land, das Leben, die Menschen und die Kultur „niemals so intensiv erleben“. Ihr Lehrer an der Lawson Brown High habe es allen mit auf den Weg gegeben: „As long as you got the opportunity to travel – go for it! Your mind will never be able to expand if you don’t use these chances.”

Die zehn italienischen Schülerinnen und Schüler einer beruflichen Schule aus La Spezia haben hier Praktika absolviert. Die BBS-Lehrerinnen Dr. Beate Hunger und Andrea Roes hatten dafür zehn einwöchige Praktikumsplätze im Bereich Tourismus, Freizeit, Kultur, Großhandel und Marketing organisiert – beim Verein Jugendkulturarbeit, im Reisebüro Alte Molkerei, bei Selgros, im Olantis, bei der OTM, der Kreativagentur Kern, im Altera und im Museumspädagogischen Dienst der Stadt. Außerdem ging’s nach Groningen, Wilhelmshaven, zur Betriebsbesichtigung ins Olantis und in die Lange Nacht der Museen. An der BBS standen Unterrichtshospitationen, Präsentationen und das deutsche dualen System der Berufsbildung auf dem Programm.

https://www.nwzonline.de/oldenburg/bildung/oldenburg-austausch-freunde-aus-port-elizabeth-und-la-spezia-gefunden_a_50,5,4055795137.html