Wir wollen eine Schule leben,

die offen, freundlich, entwicklungsfähig

und partnerschaftlich ist.

Wir stellen die fachliche Ausbildung

und die persönliche Entwicklung

der Schülerin/des Schülers in

den Mittelpunkt unserer Arbeit.

Wir legen Wert auf verantwortliches

Handeln, Toleranz und Fairness.

Wir wollen unsere Schülerinnen und Schüler

befähigen, Verantwortung im Lernen und

Handeln für sich und andere zu übernehmen.

Besuch aus Xi´an

Eine Wirtschaftsdelegation aus der Oldenburger Partnerstadt Xi´an informierte sich an den BBS Wechloy über das Duale Ausbildungssystem in Deutschland im Allgemeinen und die Organisationsstruktur der Schule im Besonderen. Großes Interesse weckte zudem die Außenhandelsklasse, die seit dem Schuljahr 2019/20 chinesisch lernt.

Schulleiter Oliver Pundt begrüßte die Delegation und stellte das Duale Ausbildungssystem in Deutschland vor und betonte, dass diese ein Grundpfeiler des Erfolges der deutschen Wirtschaft sei. Wie sind die BBS Wechloy organisatorisch aufgestellt und wie wird sie über Zielvereinbarungen gesteuert, auch diese Fragen wurden geklärt. Profilgebend für die Schule sei das Netzwerk Nero, das über das Erasmus+ Programm etwa 100 Mobilitäten im Jahr organisiert. Über Europa hinaus gebe es Kontakte nach Südafrika und Georgien. Die Schule sei international gut aufgestellt, aber China sei noch nicht dabei.

Im Anschluss stellte Silke Schütte die Abteilung für Handelsberufe, deren Leiterin sie ist, vor. Aktuelle herausragende Projekte seien das Modell 1+2 und die Entwicklung eines Marketingkonzeptes in Zusammenarbeit mit dem Schulamt der Stadt. Als Alleinstellungsmerkmal für die Schule gelte, dass sie im Bereich Groß- und Außenhandel tatsächlich eine komplette Klasse mit dem Schwerpunkt Außenhandel anbieten könne, ansonsten handele es sich stets um gemischte Klassen. Seit August 2019 werden diesen Auszubildenden zwei Stunden chinesisch erteilt.

Das Unterrichtskonzept stellte die verantwortliche Lehrerin, Sonja Trüper, vor. Zunächst hob sie die Bedeutung Chinas hervor. China sei einer der wichtigsten Handelspartner Deutschlands mit einem Handelsvolumen von etwa 200 Mrd. Euro im Jahr 2018. Die Auszubildenden lernen Mandarin-chinesisch und die Lautumschrift „Pinyin“. Ihnen werden elementare Kenntnisse auf dem Niveau A1 vermittelt. Der Schwerpunkt liege auf dem Hörverstehen und dem Sprechen, sodass die Lernenden in die Lage versetzt würden, einfache Alltagsituationen zu meistern. Des Weiteren seien der Erwerb von interkultureller Kompetenz, Landeskunde und kulturellem Hintergrundwissen von Bedeutung.

Dann ging es in die Klasse. Die Schüler*innen hatten in Gruppen kleine Rollenspiele vorbereitet, die nun präsentiert werden sollten. Die Auszubildenden waren entsprechend aufgeregt. Würden die Chinesen ihre Dialoge verstehen? Die Sorgen waren unbegründet. Die Delegation war beeindruckt, wie viel in der kurzen Zeit vermittelt wurde und kam mit einigen Teilnehmern ins Gespräch.

Abschließend wurden Möglichkeiten einer weiteren Kooperation ausgelotet. Konkret wurde den Außenhändlern in Aussicht gestellt, ein Praktikum in Xi´an zu absolvieren. „Das sind zukünftige Fachkräfte, die auch in China gute berufliche Chancen haben.“, sagte Delegationsleiter Yanxiu Du.

Am Nachmittag fand im Rahmen des 13. China-Roundtable der Stadt Oldenburg eine Podiumsdiskussion zum Thema „Bildungsprojekte mit China: Herausforderungen und Chancen“ statt, an der Oliver Pundt, Sonja Trüper und zwei Auszubildende im Ausbildungsberuf Groß- und Außenhandelskaufmann teilnahmen.