Wir wollen eine Schule leben,

die offen, freundlich, entwicklungsfähig

und partnerschaftlich ist.

Wir stellen die fachliche Ausbildung

und die persönliche Entwicklung

der Schülerin/des Schülers in

den Mittelpunkt unserer Arbeit.

Wir legen Wert auf verantwortliches

Handeln, Toleranz und Fairness.

Wir wollen unsere Schülerinnen und Schüler

befähigen, Verantwortung im Lernen und

Handeln für sich und andere zu übernehmen.

Abenteuer Malta – Ein Erfahrungsbericht

Wir sind Tabea, Benita und Alexander. Wir machen eine Ausbildung zur/zum Kauffrau/Kaufmann für Tourismus und Freizeit und besuchen die BBS Wechloy.  Im Rahmen des zusätzlichen Bildungsangebots der BBS Wechloy wurden wir im ersten Ausbildungsjahr auf das Erasmus+ Programm aufmerksam gemacht.

Das staatlich geförderte Programm ermöglicht es Schülern in einem anderen Land zu arbeiten, um durch die dortige Arbeit weitere Kenntnisse im eigenen Beruf zu belaufen. Nach Absprache mit unseren Betrieben (Benita: Wirtschaftsförderung Wesermarsch GmbH, Tabea: Wangerland Touristik GmbH, Alexander: Kurverwaltung Dangast/Stadtmarketing Varel GmbH)wurden uns die Zusagen für das 5-wöchige Auslandspraktikum gegeben, wofür wir sehr dankbar sind.

Alles begann damit, dass wir von unserer Berufsschule erfahren haben, dass die Chance besteht, ein Praktikum in einem anderen Land zu absolvieren. Wir waren sofort von der für den Tourismus bekannten Insel Malta angetan und so fingen die Planungen für das Erasmus+ Programm an. Ein Interkulturelles Training fand statt, die Unterkunft und der Flug wurden gebucht und schon war es soweit und die Koffer konnte gepackt werden.

Am 16. August 2019 ging unser Flug nach Malta. Als wir aus dem Flugzeug ausstiegen, wurden wir von der Hitze erschlagen. Mit dem Taxi ging es dann weiter zu unserem Apartment, in dem wir zusammen mit zwei anderen Auslandspraktikanten zusammenlebten.

Am Montag fing Benitas erster Arbeitstag bei der „Malta Tourism Authority“ an. Zunächst traf sie sich mit ihrem Chef in der Hauptstadt Valletta, wo er ihr alle Details ihrer Arbeit erklärte und ihr die Hauptstadt und deren Sehenswürdigkeiten zeigte. In den darauffolgenden Tagen war Benita in der Tourist-Information des Flughafens Malta eingesetzt. Die ersten Tage hat sie hauptsächlich zugeguckt und sich die Antworten der Mitarbeiter gemerkt. Nach und nach konnte sie dann selber den Touristen bei ihren Fragen helfen. Und wenn sie Fragen hatte, bat sie einfach ihre Kollegen um Hilfe, die ihr immer zur Seite standen. In den folgenden Wochen wurde Benita dann in anderen Informationen eingesetzt, wie zum Beispiel in der Stadt Bugibba, Valletta und dem Kreuzfahrthafen. Mit dem Bus konnte sie leicht zu ihren Arbeitsplätzen der Tourist-Informationen kommen. Mit jedem Tag fiel es ihr einfacher, die Fragen der Touristen zu beantworten. Die häufigsten Fragen betrafen Busverbindungen, welche Sehenswürdigkeiten man sehen muss oder wie man zu einem bestimmten Punkt kommt. Die kulturelle Vielfalt und auch der Unterschied zwischen Ländern wie Frankreich, Spanien, Italien oder England haben sie immer wieder fasziniert.

Tabeas erster Arbeitstag fing ebenfalls am Montag an. Sie hat bei „Heritage Malta“ im National War Museum in Valletta gearbeitet. Sie konnte den Arbeitsplatz super mit dem Bus erreichen und musste noch einen kleinen Fußweg durch die wunderschöne Stadt von Valletta hinter sich bringen.

Am ersten Arbeitstag wurde Tabea das Museum gezeigt und zur Geschichte Maltas etwas erzählt. An drei Tagen hat sie in der Rezeption gearbeitet. Dort wurde ihr gezeigt, wie man Tickets für die verschiedenen Museen einbucht und Souvenirs verkauft. Zudem hat sie den Shop mit Souvenirs aufgefüllt und deren Bestände gezählt.
Die anderen Tage arbeitete sie im Museum. Morgens wurden alle Beamer angeschaltet und geschaut, ob etwas von Gästen liegen gelassen wurde oder etwas defekt war. Den restlichen Tag hat sie sich mit ihren Arbeitskollegen abgewechselt zum Tickets kontrollieren von Gästen und mit einem Rundgang durchs Museum (jede halbe Stunde / Stunde wurde gewechselt). Vom National War Museum konnte man auf die Three Cities und das wunderschöne Mittelmeer schauen. Da die Arbeitszeiten nicht allzu lang waren, konnte Tabea nach der Arbeit noch einiges auf Malta besichtigen.

Alexander absolvierte sein Praktikum in einer Sprachschule, welche zentral in Sliema liegt. Auch er wurde herzlich von seinen Arbeitskollegen begrüßt. Nach einem Rundgang durch die Schule wurden ihm seine Aufgaben und Tätigkeiten erklärt. Sein Arbeitsplatz war am Eingang in der Rezeption. Alex war dafür verantwortlich sich um das Wohlergehen der Schüler zu kümmern und zum Beispiel an verschieden Aktivitäten als „Co-Trainer“ zu fungieren. Natürlich fielen auch an manchen Tagen etwas langweilige Büroarbeiten an, welche aber durch das tolle und herzliche Arbeitsklima gar nicht als so schlimm erschienen.  Besonders geschätzt hat Alex, dass er eine Vielzahl an neuen Leuten aus unterschiedlichen Ländern und Kontinenten kennenlernen durfte. Nach der ersten Woche fühlte Alex sich schon sehr wohl und viele der am Anfang noch unbekannten Schülerwaren jetzt seine Freunde, mit denen er außerhalb der Arbeitszeit viel unternahm. Eine weitere Aufgabe von Alex waren die montäglichen Führungen durch Valletta, welche er ab der zweiten Woche alleine betreute. Hierbei wurde den neuen Schülern die Hauptstadt Maltas gezeigt. Alles in allem gibt es eine Vielzahl an Aufgaben an der Sprachschule, wodurch den Praktikanten eigentlich nie langweilig wird.

In den fünf Wochen hatten wir genug Zeit, Land und Leute kennenzulernen. Und so ging es zum Beispiel zur Blue Grotto, zum Popeye Village, zum Fischerdorf Marsaxlokk, an verschiedene Strände und natürlich zu den wunderschönen Nachbarinseln Comino und Gozo. Überall ist man gut mit den Bussen des „Malta Public Transport“ hingekommen, auch wenn diese manchmal nicht ganz zuverlässig waren. Insgesamt hat Malta so viel zu bieten, dass einem nie langweilig werden kann. Und trotz der fünf Wochen haben wir noch nicht alles gesehen, weshalb wir sicherlich nochmal nach Malta zurückkehren werden.